MY VIEW OF NEW YORK CITY

MY VIEW OF NEW YORK CITY

Ob der New York Marathon, Empire State Buildung oder Rockafeller Center - alles in New York ist groß, beeindruckend und populär. Eine Stadt ohne Grenzen, Möglichkeiten und Träumen. Nahezu jedes in New York aufgenommenes Bild auf meinem Instagramkanal enthielt den ausdrücklichen Wunsch auch einmal in New York Urlaub zu machen. Dagegen habe ich einen Einwand: es ist kein Urlaub.

 

Mein Jetlag macht mir immer noch ein wenig zu schaffen, bietet mir dennoch die Möglichkeit ab circa drei Uhr in der Nacht wach zu liegen und die letzten 10 Tage mal Revue passieren zu lassen. Dort wird mir klar, wie erschöpft ich nach wie vor von den unzähligen Eindrücken bin. New York ist riesig und eine irrsinnig vielseitige und ereignisreiche Stadt, dessen Besuch ich nicht mit einem Urlaub gleichsetzen würde. Meine folgenden Einschätzungen gegenüber der Stadt sind weder anschuldigend gegenüber Amerika noch ein Versuch euch von einer New York Reise abzuhalten. Ich versuche lediglich mein Empfinden und Reaktionen etwas detaillierter zu beschreiben.

Zunächst ist da die Lautstärke. Das war in den hippen New York Blockbustern oder Liebesfilmen immer als Hintergrundgeräusche unterlegt wird, ist ab Landung euer täglicher Begleiter. Sirenen, Feuerwehrautos, Hupen, Flugzeuge und die altbekannte Rushhour wechseln sich melodisch ab und geben euch den zwar Großstadtflair aber zugleich auch unterbewussten Stress. In airbnb am Abend wussten wir drei oft nicht wieso wir so müde waren. Ich habe es persönlich als Entspannung empfunden, mal Kopfhörer aufzuziehen und ruhigeren, monotonen Sound zu hören. Aber alles eine Frage der Gewöhnung! Im Vergleich zu Vancouver eine ganz andere Lautstärke, da der Großteil des Verkehrs dort über den SkyTrain läuft und viel weniger Menschen Auto fahren. 

 

Ich möchte hier weiterhin keine Moralapostel spielen und in Sachen Müllproduktion bin ich sicherlich kein Paradebeispiel, finde aber dennoch, dass der Hype aus Plastikgeschirr und Papptellern zu essen, die zusätzlich in Plastikfolie eingeschweißt sind, absolut rückläufig. Jedes vegane-organic-hipster-blogger-café legt Wert auf die den hohen Nährstoffgehalt seiner Chia-Samen und Avocadobrote, handelt aber gleichzeitig in Sachen Müllproduktion so unbedacht? No thank you. Leider sind auch Obst, Gemüse und Salate für unterwegs im Verhälntis sehr teuer – das ist aber in Städten wie Paris, London und auch Berlin mittlerweile ähnlich. 

 

Ich denke, dass jede Stadt von seinen Leuten abhängig ist. Wir drei hatten, obwohl wir uns zuvor nicht intensiv kannten, eine unfassbar schöne Zeit. Alles gesehen, was wir sehen wollten, gefeiert, gut und mal nicht so gut gegessen, Geld und eine Laufuhr verloren, etliche Lachanfälle gehabt und circa 2-3 mal gedacht, dass wir in den nächsten 10 Minuten in der Subway in Richtung Brooklyn überfallen werden (zumindest Julia und ich – haha -). Einmal stellte sie mir die Frage, ob ich mir vorstellen könnte in New York zu leben. Rein intuitiv musste ich die Frage, ohne aussagekräftige Argumente bereit zu haben, verneint beantworten. New York kann aufgrund seiner Größe schnell jemanden „schlucken“ und unter gehen lassen. Der Drang nach freien Plätzen, etwas Intimität und Sicherheit ist für mich persönlich größer als in einer populären Stadt zu leben, die einen ab und zu an eine Filmszene erinnert und die Möglichkeit bietet, den ein oder anderen Hollywood Star bei einem der unzähligen Starbucks-Läden zu treffen.


Es war dennoch definitiv nicht mein letztes Mal in New York. Anbei noch ein paar Bilder.

 

Xx Maren